Neuigkeiten-Die Varianten Nocellara

Nehmt zwei Olivensorten Nocellara, eine messinese, die andere etnea. Nehmt einen leidenschaftlichen Olivenbauer, mit einer großen Arbeitslust, dem die zahlreichen Verzichte im Leben kaum etwas ausmachen. Mit vielen, auf dem Land verbrachten Stunden. Und auch nachdem er stundenlang, wie viele andere Arbeiter,  gearbeitet hat, verbringt er seine Freizeit  mit der geduldigen Pflege seiner Pflanzen.

Leidenschaft allein reicht nicht aus, deswegen hat Salvatore Scuderi beschlossen sich zu informieren, zu lernen, seine Kenntnisse zu vertiefen, sich zu dokumentieren und vieles auszuprobieren. Den eigenen Leidenschaften muss nachgegangen werden, ohne tatenlos zu bleiben. Man kann leicht Fehler begehen, es ist nicht möglich sich  bloß auf die Ölgewinnung zu beschränken: man muss das beste Öl produzieren, das man sich nur vorstellen kann.

Hier die beiden Ölsorten, die eigens aus Sizilien, persönlich in mein Büro geliefert wurden. Das macht deutlich, dass es nicht nur um Leidenschaft, sondern um viel, viel mehr geht.

Die Nocellara etnea: eine Sorte mit doppelter  Eignung, mit hoher und wechselnder Produktivität, ist auch unter den Namen:  Bianca, Ghiandalora, Marmorigna, Minnullara, Nocellaia, Verdese und Virdisia bekannt. Das Verbreitungsgebiet ist der östliche Teil Siziliens.

Das fast frisch gepresste Öl aus der Ölpresse, erst seit wenigen Tagen zermahlen, hat intensive Düfte, krautartig, mit Tomatennoten. Am Gaumen erscheint es weich und sehr prägend, mit würzigem Geschmack, und deutlich sauren und scharfen Noten, trotzdem ausbalanciert, mit einem angenehmen  Hauch an Schärfe, bei der man deutlich die grüne Mandel und die Tomate wahrnimmt.

Die Sorte Nocellara messinese ist eine prachtvolle, dessen Früchte alle eiförmig sind. Die Meisten werden als Tafeloliven verwendet. Sie ist auch unter dem Synonym Turdunazza bekannt und ist sowohl in Messina als auch in Kalabrien weit verbreitet.

Das frisch gepresste Öl aus der Ölpresse hat sehr starke Geruchsnoten, fruchtig intensiv, mit Mandelnoten und Tomatenblätter. Ein würziger Geschmack mit Artischockennoten, mit einem umhüllenden Geschmack im Gaumen, zunächst süß, hinterher sauer und gut dosiert, ein Hauch von Schärfe, der sich langsam ausbreitet und anhält.

Der Unterschied zwischen den zwei Ölsorten? Im Grunde genommen sind sie verwandt, die Empfindungen sind ähnlich, jedoch haben sie verschiedene Auswirkungen auf unsere Wahrnehmung: stärker ausgeprägt bei der Sorte Nocellara etnea. Insgesamt ein gutes Ergebnis, trotz des schwierigen Erntevorgangs.